Frauen in politischen Spitzenämtern

Hört man von Frauen in der Politik, ist der erste Name, der einem einfällt, der von Angela Merkel. Doch nicht nur in Deutschland sind Frauen in der Politik aktiv und an Spitzenpositionen, sondern auch in vielen Ländern der Erde. Bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg war eine Frau Außenministerin, nämlich in Rumänien. Ana Pauker hatte dieses Amt von 1947 bis 1953 inne. Die erste Verteidigungsministerin war Elisabeth Rehn von 1990 bis 1994 in Finnland. In Deutschland bekleidete Elisabeth Schwarzhaupt von 1961 bis 1966 das Amt der Gesundheitsministerin. Derzeit sind Deutschland 3 Politikerinnen, die in Spitzenämtern tätig sind. Ursula von der Leyen ist Ministerin für Arbeit und Soziales, ihre Kollegin Ilse Aigner ist für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zuständig. Kristina Schröder leitet das Ministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend.

Bei den Parteien ist das Bündnis 90/Die Grünen die Partei, die über den höchsten Frauenanteil verfügen. Dieser liegt bei rund 40 %. Um Frauen in politischen Spitzenämtern zu etablieren, spielte die CDU eine große Rolle. Sie beschloss, dass mindestens 40 % der Positionen, sowohl im Parteivorstand, als auch in den Bezirksvorständen, von Frauen besetzt werden sollen. Der erste Versuch, ein Frauenquorum einzuführen, scheiterte 1995. Damals konnte die Idee die meisten nicht überzeugen und die Delegierten entschieden sich dagegen. In den 1970er Jahren lag der Anteil der Frauen im Bundestag noch bei 5,8 %. In den 1980er Jahren steigerte sich es und aktuell liegt die Anzahl der Frauen im Bundestag bei etwa 33 %. Zwischen 1961 und 2010 gab es insgesamt 26 Ministerinnen in verschiedenen Ministerien in Deutschland.

Die Ministerien, die am häufigsten mit Frauen besetzt werden, sind das Gesundheitsministerium, das Ministerium für Familie und Jugend, Bildung und Wissenschaft und Familie und Senioren. Nur selten war es bis jetzt der Fall, dass eine Frau Ministerin für Raumordnung und Bauwesen war. Dieses Amt hatte Irmgard Schwaetzer zwischen 1991 und 1994 inne.